Mit Kittys Eltern habe ich mich schon vom ersten Moment an gut verstanden als sie in unser Haus einzogen. Ich habe ihnen damals gleich ein schönes Wandbild ins Wohnzimmer gezeichnet und sie haben sich dafür hin und wieder um Chuca gekümmert, wenn ich mal nach Japan reisen musste. So haben wir uns angefreundet und als ich die Patenschaft für Kitty übernehmen durfte, sind wir nun auch auf gewisse Weise verwandt.
Und so war es für mich natürlich auch eine riesige Freude, als mir die beiden verkündeten, dass sie nach Kittys Geburt heiraten wollen. Ich machte Ihnen sofort den Vorschlag, mich um alle Hochzeitskarten zu kümmern. Von den Einladungen über die Tisch-und Menükarten bis hin zu den Dankeskarten. Schon drei Tage später hatte ich die ersten Entwürfe fertig. Alle fanden sie toll und konnten sich daher gar nicht entscheiden. Auch war die Frage des Druckes noch nicht ganz geklärt, denn natürlich konnte ich nicht alle 200 Einladungen per Hand zeichnen. Sie sollten auf schönes Büttenpapier oder Pergamentpapier gedruckt werden oder auf Seidenpapier. Eben richtig edel.
Da aber der Hochzeitstermin selbst noch nicht hundertprozentig feststand und mal von Ende April dann wieder auf Anfang Mai verschoben werden musste, wurde die Zeit langsam knapp. Doch das wichtigste, nämlich das Hochzeitskleid und schöne Partnerringe waren schon gekauft. Und auch die Druckvorlage für die Hochzeitskarten war fertig, was fehlte war nur noch der Termin. In letzter Minute, also zwei Wochen vorher, stand dann endlich der Termin fest, so dass wir in Windeseile die Einladungen drucken und verteilen mussten. Aber alles ging gut, alle Gäste kamen, auch die Menükarten wurden wunderschön, doch auf die Dankeskarten bin ich besonders stolz. Denn darauf hatte ich auch ein Portrait vom Brautpaar und Kitty gezeichnet und mit schönen japanischen Motiven umrahmt. Da sah jeder gleich, dass die mein Werk waren.
Nun haben die beiden bald ihren ersten Hochzeitstag, für den ich schon eine tolle Glückwunschkarte gezeichnet habe.